Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall- auch als Hirnschlag oder Apoplex bekannt- handelt es sich um eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung.
Er kündigt sich durch Symptome wie halbseitige Taubheits- oder Lähmungsgefühle, Muskelschwäche, Sprach- und Sehstörungen, plötzlichen Schwindel und sehr starke Kopfschmerzen aus Gangtherapie nach Schlaganfall .
Häufig ist der Auslöser ein Blutgerinnsel, dass die Blutbahn zum Gehirn verengt und dadurch für eine Minderdurchblutung des Hirns sorgt. Seltener verursacht eine Hirnblutung einen solchen Schlaganfall.
In beiden Fällen werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu ihrem Absterben und als Folge dessen zu oben genannten Symptomen führt.
Manchmal bilden diese sich wieder zurück, wenn der Betroffene schnell genug behandelt wird, es gibt aber auch immer wieder Fälle, in denen sie dauerhaft bestehen bleiben. Schwere Schlaganfälle können sogar einen tödlichen Ausgang nehmen.

Verdacht und Akutbehandlung
Bei Verdacht auf einen Apoplex sollte schnellstmöglich der sogenannte FAST-Test durchgeführt werden. Das F steht hierbei für face, also Gesicht. Der Patient sollte zum Lächeln aufgefordert werden. Dann folgt A für Arms oder Arme. Beide Arme sollten gleichzeitig gehoben werden. S für Speech oder Sprechen: Ein einfacher, vorgesagter Satz soll vom Patienten wiederholt werden. Handorthese mit Fingerauflage
Hat der Betroffene Probleme bei all diesen Tests, folgt T für Time, zu deutsch Zeit, denn jetzt sollte schnellstmöglich der Notarzt alarmiert werden.
Bis zu dessen Eintreffen ist es außerdem das wichtigste den Betroffenen zu beruhigen. Der Oberkörper sollte hoch gelagert und engsitzende Kleidung geöffnet werden. So wird das Atmen erleichtert.
Im Falle einer Bewusstlosigkeit ist die stabile Seitenlage durchzuführen und Puls und Atmung müssen regelmäßig kontrolliert werden..
Gibt es keine Anzeichen für Atmung, muss der Betroffene jedoch auf den Rücken gedreht werden, damit sofort eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden kann.

Bei jedem Schlaganfall gehört es zur ärztlichen Akutbehandlung die Vitalfunktionen (Erlekrolyte- und Wasserhaushalt, Blutzucker, Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung)des Patienten zu beobachten und bei Bedarf diese zu stabilisieren.

Schlaganfalltherapie
Die Therapie bei einem durch ein Blutgerinnsel ausgelöstem Schlaganfall beruht auf der Entfernung dessen, damit die dahinterliegenden Hirnareale wieder durchblutet werden können. Das passiert entweder durch Medikamente oder eine Thromboektomie. Es ist ebenfalls möglich, beide Methoden miteinander zu kombinieren.
Ist hingegen eine Hirnblutung der Auslöser, wird dem Patienten Bettruhe verordnet. Dabei soll verhindert werden, dass der Druck im Kopf ansteigt. Da dies auch durch starkes Pressen verursacht werden kann, erhalten Betroffene bei dieser Therapie häufig Abführmittel.

Rehabilitation
Um die Rückkehr in das berufliche und soziale Umfeld der Betroffenen zu erleichtern, erfolgt im Anschluss an die Behandlung eine Reha, bei der beispielsweise bestimmte Trainingsmethoden angewandt werden, damit Funktionseinschränkungen verringert werden. So soll der Patient nach der Reha sogut wie möglich in der Lage sein, seinen Alltag selbstständig zu bewerkstelligen. Da nicht selten dennoch körperliche Einschränkungen, wie zum Beispiel eine gelähmte Hand, bestehen werden den betroffenen während der Reha-Zeit häufig der Umgang mit geeigneten Hilfsmitteln oder andere Lösungsstrategien beigebracht.
Damit Patienten auch nach dem Klinikaufenthalt allein zu Hause ihre Reha weiter fortführen können, wird in jüngster Zeit immer wieder an der Entwicklung bestimmter Schlaganfalltherapiegeräte gearbeitet. Diese können auch im häuslichen Umfeld genutzt werden. So hat beispielsweise das BMBF einen Gehtrainer entwickelt.
Es gibt auch Schlaganfalltherapiegeräte für das Training kleinerer Körperpartien. Zum Beispiel den Neofect Smart Glove- ein Handschuh der lediglich angelegt werden und mit einer App verbunden werden muss- dann können die Rehabilitationspiele begonnen werden.

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